Grundhaltung für optimales Lernen

John Hattie ist ein neuseeländischer Pädagoge und Professor für Erziehungswissenschaften und Direktor des Melbourne Education Research Institute an der University of Melbourne (Australien). Er hat 15 Jahre lang den Erfolg bei der Ausbildung an Schulen untersucht und eine Studie erstellt welche zu sehr spannenden Erkenntnissen gelangt ist. An 2.5 Millionen Schülern wurde erforscht, was es denn ist, dass Schüler optimal lernen können?

“Erfolgreich als Lehrperson (Führungskraft) ist diejenige Lehrperson welche es schafft, dass einer der gemeinsamen Nenner ausgerechnet die Leidenschaft ist, die man kurioserweise noch nicht messen kann. Aber das stimmt überhaupt nicht denn wir können sie sehr wohl erkennen: Chefs die mit Leidenschaft führen erkenne ich daran, dass alle ihre Mitarbeiter erfolgreich sind.” (John Hattie)

Als Führungskräfte müssen Sie Menschen mögen

 

Nun was soll Erziehung bzw. das Verhalten von Lehrpersonen mit einer Führungskraft zu tun haben? Aus meiner Sicht sogar sehr viel, denn beide sollten gewillt sein dass die ihnen “zugeteilten” Menschen sich optimal entwickeln, weiterkommen und glücklich sowie fröhlich Fortschritte machen können. Als Chef sind Sie sehr oft der Coach und Ausbilder, welcher ihre Mitarbeiter direkt oder indirekt durch andere Trainer oder Fachpersonen versucht weiterzubilden und so das wachsen an der Aufgabe fördern zu können. Prof Dr. Gerald Hüther hat bei einer Diskussion genau diese Studie zitiert, und aus meiner Sicht sehr gut zusammengefasst was leider weder in der Schule, noch in an den Universitäten geschult werden kann, weil es nur die Einstellung, Erziehung und Erfahrung uns geben kann. John Hattie hat in seiner Studie herausgefunden, dass der wichtigste Wirkfaktor der ist, dass der Lehrer/Führungskraft den Schülern/Mitarbeiter zugewandt ist und möchte, dass die etwas lernen! (Kurzstatement Prof Hüther: “Eine Führungskraft muss Menschen mögen”)

Nun werden Sie sagen, dass dies sehr einfache Kost ist. Ja genau, dem ist so. Führen und leiten hat mit Liebe zu tun, damit ob Sie den ihnen zugeteilten Menschen mögen und Sie nur das Beste für ihn wollen! Nun werden Sie diese beste mögliche Option ihres Mitarbeiters nicht erreichen, wenn Sie ihn mit Vorschriften, Vorgaben und Kritik überhäufe, weil hier dürfen Sie einen anderen eigenen Führungsstil anwenden. Dieser Führungsstil muss eine hohe Feedbackkultur enthalten und die Kommunikation mit und zwischen ihren Mitarbeitern fördern. Zur Frage wie denn unter Lehrern (ich  nehme sie hier stellvertretend zu Führungskräften) diese Feedbackkultur geschaffen und gefördert werden kann, hat John Hattie knapp und kurz in einem Video beantwortet.

Sie brauchen Teamplayer und keine Einzelkämpfer

 

In der heutigen Zeit ist aber nicht nur eine gesunde und gelebte Feedbackkultur absolut zwingend notwendig in einer erfolgreichen Unternehmung, sondern auch dass die Mitarbeiter Teamplayer sind. Doch Menschen welche schon in der Schule gelernt haben in einem Team arbeiten zu können sind leider nicht so einfach zu finden. Prof. Dr. Gerald Hüther erklärt hier sehr gut, warum aber genau diese Fähigkeiten gefördert und ausgebildet werden müssen. (Kurzvideo: “Wir brauchen Teamplayer und keine Einzelkämpfer“)

 

Jeder von uns kann beginnen

 

Was helfen nun aber Studien und Professoren die ihnen erklären, wie wir neurobiologisch funktionieren und was es bräuchte um glückliche Mitarbeiter zu haben, welche Leistung erbringen wollen und am Erfolg der Unternehmung teil nehmen wollen, wenn wir es nicht umsetzen? Jeder Chef oder Führungskraft darf bei sich selbst beginnen. Mögen Sie ihre Mitarbeiter, dass Sie sich nur eines wünschen, nämlich die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter? Beginnen Sie doch heute noch damit, und wenden diese Erkenntnisse aus der Forschung und dem Leben um.

Gehen Sie selbst glücklich zur Arbeit und am Abend zufrieden wieder nach Hause zu ihren Engsten, Familien und Angehörigen? Leben Sie es als Vorbild vor. Leben Sie diese positive und optimale Grundhaltung vor?